FSK MC
Freunde Schöner Kurven
- Motorradclub Bremen -
TOUREN
WEBLOG
(nach Datum absteigend sortiert)
|
Tag 9 - Worin die Rückfahrt nach |
|
Sechs Tage Kurven ohne Ende, sechs Tage Pizza ohne Ende, sechs Tage
tiefschürfende Gespräche
Der treue Leser merkt es bereits jetzt, ein weiterer FSK Ausflug geht
dem Ende entgegen. Heute morgen werden die Appartements notdürftig
wieder in einen bewohnbaren Zustand versetzt, im Raucherabteil wird
ein anonymer Eimer weiße Farbe deponiert. Die Verbringung des
Altglases nimmt einen großen Teil der Zeit in Anspruch, beim
Frühstück ist Reste - Essen angesagt. Kurze Hektik, weil das gekaufte
Glas Nutella vorzeitig alle geworden ist.
Als Rückfahrt - Tour wird heute der direktere Weg (Landstrasse, keine
Pässe) und der Weg über die alte Brenner - Strasse geplant.
Abfahrt nach komplizierterer Gepäckverteilung (es müssen halbvolle
Grappa - Flaschen und Holzschnitzarbeiten verstaut werden) um 10.00.
Der Weg über die alte Brenner - Strasse erweist sich als Vollflop:
Eine recht lanweilige Strasse, vollgestopft mit Wohnmobilen, für die
sowas sicherlich das Maximum an Abenteuer darstellt.
Etwas Entschädigung bietet der anschließende Weg über Kühtai, ein
ziemlich hoch gelegenes und deswegen ziemlich kühl geratenes
Skigebiet. Wegen Abwesenheit von Tankstellen werden einige "km pro
Tankfüllung" - Werte eingestellt, und nach diesen ganzen Abenteuern
wird Eingangs Ötztal dann die obligatorische Riesenpizza verzehrt.
Henning verabschiedet sich, der dezimierte FSK fährt ohne weitere
nennenswerte Ereignisse über das Hahntennjoch und den Gaichtpass, wo
wir in eine von der österreichischen Polizei veranstaltete
Reifenkontrolle fahren. Das hämische Grinsen in Andrees Gesicht (der
grad seinen völlig abgefahrenen Reifen gegen einen neuen getauscht
hat) ist durch den Helm wahrnehmbar. Keine Beanstandungen also bei
allen FSK-lern.
Nach der Ankunft im Smarthotel werden die Mopeds in Rekordzeit
verladen, die edlen Leiber gereinigt, dann steht Kultur auf dem
Programm. In Kempten wird "Shrek 3" betrachtet, für "geht so"
befunden, und vor der Nachtruhe wir noch ein Absacker im "meyer´s"
genommen.
Frühstück um 8.30, dann Rücksturz nach Bremen, der etwas dadurch
verzögert wird, dass wir auf der Hinfahrt den Vito wohl völlig leer
gefahren haben, tatsächlich mit dem letzten Tropfen auf den Parkplatz
gerollt sind, ohne es gemerkt zu haben.
Wir organisieren etwas Diesel, und gegen 10.00 geht es endlich auf
die Bahn. Ankunft um 17.30 an der Garage.
Was bleibt? Erinnerungen an eine herrliche Tour bei bestem Wetter,
ohne Probleme, mit harmonischem Gruppenleben, wie man ja aus dem
Tagebuch unschwer erkennen kann, und der feste Wille: 2008 wieder.
Mit einem neuen Moped. Oder doch nicht. Oder lieber Slowenien?
Der FSK Berichterstatter dankt für die treue Leserschaft und
verbleibt bis 2008. Weitere Ergüsse aus dieser Feder, allerdings mehr
technischer Natur, finden sich unter www.kedv.de.
Die Veröffentlichung als Buch ist geplant, Startauflage 8 Stück.
Danke, bis 2008
Wolfgang Kunckel
Datum: 25.06.2007 13.29
|
Tag 9 - Worin die Rückfahrt nach |
|
Sechs Tage Kurven ohne Ende, sechs Tage Pizza ohne Ende, sechs Tage
tiefschürfende Gespräche
Der treue Leser merkt es bereits jetzt, ein weiterer FSK Ausflug geht
dem Ende entgegen. Heute morgen werden die Appartements notdürftig
wieder in einen bewohnbaren Zustand versetzt, im Raucherabteil wird
ein anonymer Eimer weiße Farbe deponiert. Die Verbringung des
Altglases nimmt einen großen Teil der Zeit in Anspruch, beim
Frühstück ist Reste - Essen angesagt. Kurze Hektik, weil das gekaufte
Glas Nutella vorzeitig alle geworden ist.
Als Rückfahrt - Tour wird heute der direktere Weg (Landstrasse, keine
Pässe) und der Weg über die alte Brenner - Strasse geplant.
Abfahrt nach komplizierterer Gepäckverteilung (es müssen halbvolle
Grappa - Flaschen und Holzschnitzarbeiten verstaut werden) um 10.00.
Der Weg über die alte Brenner - Strasse erweist sich als Vollflop:
Eine recht lanweilige Strasse, vollgestopft mit Wohnmobilen, für die
sowas sicherlich das Maximum an Abenteuer darstellt.
Etwas Entschädigung bietet der anschließende Weg über Kühtai, ein
ziemlich hoch gelegenes und deswegen ziemlich kühl geratenes
Skigebiet. Wegen Abwesenheit von Tankstellen werden einige "km pro
Tankfüllung" - Werte eingestellt, und nach diesen ganzen Abenteuern
wird Eingangs Ötztal dann die obligatorische Riesenpizza verzehrt.
Henning verabschiedet sich, der dezimierte FSK fährt ohne weitere
nennenswerte Ereignisse über das Hahntennjoch und den Gaichtpass, wo
wir in eine von der österreichischen Polizei veranstaltete
Reifenkontrolle fahren. Das hämische Grinsen in Andrees Gesicht (der
grad seinen völlig abgefahrenen Reifen gegen einen neuen getauscht
hat) ist durch den Helm wahrnehmbar. Keine Beanstandungen also bei
allen FSK-lern.
Nach der Ankunft im Smarthotel werden die Mopeds in Rekordzeit
verladen, die edlen Leiber gereinigt, dann steht Kultur auf dem
Programm. In Kempten wird "Shrek 3" betrachtet, für "geht so"
befunden, und vor der Nachtruhe wir noch ein Absacker im "meyer´s"
genommen.
Frühstück um 8.30, dann Rücksturz nach Bremen, der etwas dadurch
verzögert wird, dass wir auf der Hinfahrt den Vito wohl völlig leer
gefahren haben, tatsächlich mit dem letzten Tropfen auf den Parkplatz
gerollt sind, ohne es gemerkt zu haben.
Wir organisieren etwas Diesel, und gegen 10.00 geht es endlich auf
die Bahn. Ankunft um 17.30 an der Garage.
Was bleibt? Erinnerungen an eine herrliche Tour bei bestem Wetter,
ohne Probleme, mit harmonischem Gruppenleben, wie man ja aus dem
Tagebuch unschwer erkennen kann, und der feste Wille: 2008 wieder.
Mit einem neuen Moped. Oder doch nicht. Oder lieber Slowenien?
Der FSK Berichterstatter dankt für die treue Leserschaft und
verbleibt bis 2008. Weitere Ergüsse aus dieser Feder, allerdings mehr
technischer Natur, finden sich unter www.kedv.de.
Die Veröffentlichung als Buch ist geplant, Startauflage 8 Stück.
Danke, bis 2008
Wolfgang Kunckel
Datum: 25.06.2007 13.21
|
Tag 8 - Freitag. An welchem der Verfasser eine Auszeit nimmt und fotografieren und wandern geht. |
|
Bis auf Andree - der allein fahren will und das zu einem
spaeteren Zeitpunkt - brechen alle nach dem Fruehstueck
puenktlich auf. Der Verfasser winkt ihnen nach, packt Kamera und
Objektiv ein, und bricht auf, um fotografieren zu gehen.
Ab 15.00 treffen die einzelnen Mitglieder des FSK nach mehr oder
weniger ausgedehnten Touren, deren Aufzaehlung hier den Rahmen
sprengen wuerde, im Domizil ein.
Was dabei auffaellt ist die deutlich angestiegene berichtete
Schraeglage bzw. die Menge der aufregenden Erlebnisse, wenn die
FSKler einzeln und unbeobachtet fahren.
Abends wird im Restaurant Saalstuben (der Ort des "na Sie wissen
schon" Fruehstueckes) das letzte gemeinsame Abendessen fuer
diese Tour eingenommen. Zu bemerken ist: Keine Pizza, nur
typische Gerichte und die vom beruehmten Norbert (Mitglied der
Sangestruppe Kastelruther Spatzen) empfohlenen Buchteln. An
diesem Wort "Buchteln" entzuendet sich die spaetpubertaere
Phantasie der FSK Teilnehmer, es gipfelt in Wortspielen wie
"Heiner kann alles, ausser buchteln" sowie der
Kunstwortschöpfung "Gangbuchteln".
Buchteln sind so eine Art trockener Germknoedel mit Marmelade
gefuellt und in Vanillesosse ertraenkt.
Bei Essen wird, vorausschauend wie wir sind, bereits der
naechste FSK Ausflug geplant und der Ort dafuer festgelegt.
Einzelne Mitglieder bauen jetzt bereits goldene Bruecken fuer
das Fernbleiben von der naechsten Tour, da ist von unabdingbaren
Urlauben in Amerika die Rede und mehr.
Nach dem Ende des Essens wird beschlossen, die restlichen 15
Euro der Fruehstueckskasse in der Dorfschenke zu verprassen.
Dort kann auch endlich die lange in Heiner rumorende Frage
geklaret werden, was denn die an vielen alten Maennern
befestigten blauen Schuerzen zu bedeuten haben.
Kurt und Walter wollen morgen um 7.30 bereits losfahren und in
einem Tag durchstechen. Wie beim FSK ueblich, werden die beiden
natuerlich verabschiedet. Dazu stellt sich freiwillig der
Verfasser zur Verfuegung, da Harry kurzfristig indisponiert ist.
Alle anderen fruehstuecken wie gewohnt und wollen gegen 9:45
Richtung Kempten und Smart - Hotel aufbrechen, diesmal
allerdings ueber die alte Brenner - Passstrasse.
Datum: 22.06.2007 23.41
|
Tag 7 - Donnerstag. An welchem der Verfasser ausserst geruehrt ist. |
|
Der Kaffee gluckert in den letzten Zuegen in die Kanne, die Eier
sind abgeschreckt, der Tisch ist wie gewohnt liebevoll von
Henning gedeckt. Der Duft frischer Broetchen zieht durch das
Appartement, die Mitglieder des FSK setzen sich hungrig zu
Tisch. Allein: Harry fehlt. Auf Nachfrage erklaert Andree, Harry
zu wecken versucht zu haben. Allerdings ohne Erfolg. Er wuerde
wirre Sachen murmeln, haette aber stabilen Puls und
regelmaessige Atmung. Hart, wie der FSK ist, wird
losgesfruehstueckt und Harrys Nichterscheinen unter dem Punkt:
Wer zu spaet kommt⦠abgehakt. Soweit alles ganz normal, wenn
da nicht zum Ende des Fruestueckes Merkwuerdiges passieren wuerde.
Zuerst faellt es keinem auf, dann wenden sich immer mehr Augen
Andree zu: Der schmiert selbstvergessen mehrere Broetchenhalften
mit Nutella und Wurst fuer seinen Kumpel Harry. Dies ist der
Moment, wo selbst die hartgesottensten Mitglieder innehalten und
diesen Moment der Naechstenliebe auskosten.
Diese Liebesgaben werden im Zimmer des komatoesen Harry
deponiert, der Rest der Gruppe bricht auf zur Mendel - Tour.
Wehrend der ersten Pause im Schlosshotel Latemar meldet sich
tatsaechlich Harry per SMS und fragt nach einem Treffpunkt. Der
wird als Mendelpass angegeben, und dort ist dann die Gruppe auch
wieder vollzaehlig.
Vor der Einfahrt ins Ultental ziehen bedrohliche Gewitterwolken
auf, und Walter "Die Unke" sagt uns bei Weiterfahrt voraus, dass
wir "es kraeftig auf den Kopp" kriegen werden. Dieses Risiko
(bei der bisherigen Voraussageerfolgsquote von Walter ein
kleines) gehen wir ein und fahren ins Ultental ein, wo
wunderbares Wetter herrscht und ein weiteres Mal der "Eggwirt"
auf uns wartet.
Beim Mittagessen dort fuehrt Andree schluessig aus, dass bei
einem Eggwirt schliesslich ein Ei auf den Leberkaese gehoert und
verzehrt eben solches.
Nach Ausfahrt aus dem Ultental trennen sich die Wege, einige
verzaertelte Mitglieder koennen den moderaten Temperaturen im
Tal (36,5 Grad) nicht standhalten und stuerzen direkt zum
Domizil, der harte Kern der Gruppe nimmt den Rest der
vorgeschriebenen Tour in Angriff, faehrt ueber Jenesien und
Bozen (Edu noch eben Ritten / Barbiano) nach Haus zurueck.
Abendessen in der Sporthuette (1000 Meter entfernt). Woselbst
der Verfasser Alkohol trinkt und von Andree streng
zurechtgewiesen wird. Tja, so harte Sitten herrschen hier. Kaum
kommt mal etwas Lebensfreude auf, schon gibt es wieder einen auf
die Ruebeâ¦
Abends im Garten sitzend kommt, was kommen muss: Die Sinnfrage
stellt sich und wird schluessig mit "Klar, was denn sonst?" beantwortet.
Abends das dritte P des diesjaehrigen FSK - Mottos: (PPP =
Paesse, Pizza, Pokern). Geht es endlich um Geld? Werden kleine
Haeuser, grosse Motorraeder und mittlere Beamtenlaufbahnen
verspielt? Mehr erfahren Sie morgen an dieser Stelle.
Datum: 21.06.2007 22.59
|
Tag 6 - Mittwoch. An welchem es sehr heiss wird, die Plose - Tour gefahren wird und die ersten Joker gezogen werden. |
|
Bei der morgendlichen Tourplanung im Hauptquartier gibt es eine
Abmeldung und eine "Ich kann mich nicht entscheiden" -
Entscheidung, und Heiner will erst noch das Angebot der
ortsansaessigen Herrgottschnitzer sichten und Arbeitsproben
verlangen. Die restlichen FSKler brechen in einen bereits warmen
Tag auf, nehmen den Niger - Pass unter die Raeder, machen eine
kurze Pause auf dem Pordoi, und treffen in Corvara auf Heiner
und Edu. Edu deswegen, weil er statt Pordoi lieber den Sella
fahren wollte.
In Corvara verabschiedet sich der Verfasser in das Domizil, so
dass alle weiteren Begebenheiten auf der Tour nur aus zweiter
Hand erzaehlt werden koennen. Fuer eine wahrhafte und allen
Tatsachen gerecht werdende Schilderung, wie sie sonst ein
Merkmal der FSK Tourberichterstattung ist, kann also fuer den
Rest des Fahr-Tages keine Garantie gegeben werden.
Der weitere Verlauf stellt sich dann nach den Erzaehlungen der
einzelnen Mitgliedern wie folgt dar:
Andree war angeblich einige Runden Schwimmen in einem nahe
gelegenen, romantischen Bergsee.
Harry war in Bozen, per WLAN im Internet, und zwar in genau der
Kneipe in der wir letztes Jahr schon waren und in der das Freddy
Mercury - Double immer noch arbeitet.
Walter und Henning kommen ohne berichtenswerte Ereignisse zurueck.
Kurt fährt bei BMW Bozen vorbei, um eine verloren gegangene
Schraube abzuholen. Diese ist zur Sicherung der Koffer
notwendig, augenscheinlich aus Platin, da sie mit sage und
schreibe 23 Euro zu Buche schlaegt.
Jemand vergessen? Stimmt: Heiner und Edu - Paesse.
Abendessen heute in der unglaublichen Entfernung von 1100
Metern, in der Pizzeria Markus, welche sich wohltuend durch eine
grosse und abwechslungsreiche Speisekarte hervortut. Der
georderte Salat hebt sich wohltuend von den ansonsten gereichten
"Mais-Krautsalat-Kümmel" - Kreationen ab.
In der Pizzeria kommt es dann beinahe zum Eklat: In dem
Bemuehen, den "155 Punkte Pizza Test" wissenschaftlich fundiert
durchzufuehren, sollen die Pizzen fotografisch dokumentiert
werden. Kurzfristig sind mehr Fotoapparate in der Luft als
Glaeser auf dem Wege zu durstigen Muendern, so dass wir uns der
ungeteilten Aufmerksamkeit der anderen Gaeste sicher sein koennen.
Auf dem Rueckweg wie gewohnt halt in der Dorfschaenke, wobei
Walter die anwesende aeltere Generation unterhaelt und alle sich
ueber die gegenseitigen Wohnorte austauschen.
A propos Walter: Walter kennt entweder viele Menschen oder ist
einfach nur sehr gewissenhaft, auf jeden Fall wird jeder
Motorradfahrer gegruesst, der entgegen kommt - und das sind
nicht wenige - so dass er kaum zum Kuppeln kommtâ¦
Spaeter abends ziehen entfernt Gewitterwolken auf, die Alpinist
Walter zu uebelsten Unkenrufen veranlasst.
Datum: 21.06.2007 18.55
|
Tag 5 - Dienstag. An welchem alles glatt laeuft. |
|
Gestern wurde das Fruehstueck fuer 8:30 festgesetzt - alle sind
puenktlich da.
Die Sella - Runde wird von der Tourleitung festgesetzt - keine Beschwerden.
Es muss getankt werden - mustergueltige Abwicklung
Festlegung des ersten Pausenortes - rauschende Uebereinstimmung,
keine Gegenstimmen.
Die Arbeitsaufteilung beim Fruehstueck ist wie beim FSK gewohnt
vorbildlich auf alle Schultern verteilt: Der Verfasser kauft die
Broetchen im Dorf, Henning bereitet das Fruehstueck vor, Walter
raeumt ab, Kurt waescht ab. Heiner und Edu schlafen lange,
Andree und Harry stellen die Geschirrtuecher.
Nach Abwicklung der haeuslichen Pflichten geht es also um 9:30
los zur Sella - Runde.
Auf dem Weg nach Corvara, Pension Fontana als erstem Pausenort
stellen sich uns einige âEinwegregulationsampelnâ in den
Weg, das sind Ampeln, die den Gegenverkehr in einer engen
Baustellenpassage regeln.
Der normale Ablauf hier ist ungefaehr so: Die Ampel schaltet auf
rot, es muss also einige Zeit auf den Gegenverkehr gewartet
werden. Der erste in der zukuenftigen Schlange haelt vor der
Ampel an, wenn es ein Auto ist, wird er in wenigen Minuten von
mehreren Motorraedern ueberholt, die sich in den Raum vor dem
Auto bis zur Ampel quetschen. Da immer mehr Motorraeder
auflaufen, bildet sich ein Pfropfen vor dem Auto, der sich in
einer Schlange von Mopeds an den folgenden Autos fortsetzt.
Heute hat sich die italienische Polizei diese Pfropfenbildung
als Arbeitsfeld auserkoren, es werden an einer Baustelle diverse
âPfropferâ herausgefischt.
Wir machen so etwas ja UeBERHAUPT nicht. Unser Plan ist viel
perfider: Alle bis auf einen fahren ueber die rote Ampel, dann
recht ran, der eine bleibt davor stehen und signalisiert das
gruene Licht fuer die anderen.
Die von Andree lang erwartete und heiss ersehnte
Wildschweinpizza faellt wegen Ruhetag der Kneipe aus. Auf Trotz
bestellt Andree dann in der ersatzweise angelaufenen Pizzeria
irgend etwas Nudeliges.
Weiter geht es auf der Tour. Auf dem Passo Giau wird das
obligatorische Foto mit allen Mitgliedern des FSK gemacht, die
Neu-Mitfahrer werden harmonisch integriert.
Abends wird âbeim Toniâ Pizza gegessen. Spezialitaet des
Hauses ist eine âSpatzen-Pizzaâ in Spatzenform. Der FSK, auf
Neuerungen immer ansprechbar, bestellt die natuerlich nicht, da
bei allen Mitgliedern die Ehrfurcht und Achtung vor dem Essen
ueberwiegt, und solche abwegigen Spielereien mit dem Essen
werden von allen Mitgliedern aufs schaerfste verurteilt. Kurz
vor 21.00 Uhr wird es etwas hektisch, die Kellnerin wird zum
Zahlen gerufen, die letzten Getraenke werden heruntergestuerzt.
Grund fuer diese Hektik ist das Schliessen der oertlichen
Eisdiele gegen 21.00.
Mit den erfogreich erbeuteten, sehr leckeren Eistueten geht a.)
Henning in der naechsten Pizza (ca. 700 Meter entfernt!!!)
reservieren und b.) die restlichen Mitglieder auf einen Rundgang
durch den historischen Stadtkern samt Kirchenbesichtigung,
anschliessend c.) alle zusammen in die Dorfschaenke, der
oertlichen Jugend in die Glaeser zu schauen.
Edu traegt heute das âFSK - Edu in Pole-Positionâ T-Shirt,
aufgedruckt ist ein sogenanntes âDrudelâ, eine kleine,
reduzierte Zeichnung, die Edus markantes Riechorgan und eine
karierte Zielflagge zeigt. Unter dem Bild steht die Aufloesung
des Raetsels, der naemliche Spruch: âFSK - Edu in Pole-Positionâ.
Beim gemeinsamen Versuch, dieses Raetsel zu loesen, liefert
Henning einen derart krause Interpretationen, in der solche
Saetze wie âunter der Schulter durchguckenâ, âAber was
soll das Schiff da oben?â vorkommen, dass hier ein Besuch beim
professionellen Therapeuten dringend angeraten erscheint. Ihm
wird spontan die Anerkennung âDrudel - Depp des FSKâ
verliehen, und Kurt bietet ihm spontan eine Tablette an.
Zurueck in der sicheren Burg wird noch etwas Pokern geuebt,
allerdings heute noch nicht mit richtigem Geld oder Wertsachen,
wobei im rauhen, aber herzlichen Ton die Bemerkung faellt, unter
Freunden wuerde man ja nicht um Geld spielen, also koenne man
das hier ja getrost tunâ¦
Datum: 20.06.2007 23.14
|
Tag 4 - Montag. An welchem es das erste gute Henning - Fruehstueck gibt. |
|
(Der einfachen Lesbarkeit ohne Umlaute)
Verabredet ist ein Treffen des Verfassers um 7.45 mit Henning,
um im Laden des Ortes all die leckeren Sachen heranzuschaffen,
die zu einem gelungenen FSK Fruehstueck gehoeren. Nachdem es am
Vorabend ganz klare Anweisungen bezueglich Art und Guete der
mitzubringenden Ingredienzien gegeben hat (âNutella, nicht
irgendwelche andere Schmiereâ; âCornflakes, aber nur die von
Kellogsâ; âCamel mit Filterâ), wird dieser Zettel zuegig
abgearbeitet, der Einkauf wird um notwendige vergessen Dinge
(Zahnpasta, Rasierklingen, Shampoo) ergaenzt und gekroent von
leckeren Broetchen.
Die Zusammenstellung wird als gut befunden und verzehrt.
Dann beginnt jenes in den letzten Jahren vermehrt zu
beobachtende Phaenomen: Im letzten Jahr war es die Suche nach
dem WLAN und der obligatorischen Werkstatt fuer
Inspektion/Reifenwechsel, diesmal ist die Haelfte der Gruppe
damit beschaeftigt, Besorgungen zu machen in solch illustrenen
Orten wie dem oertlichen Handy - Laden, dem Herrgottschnitzer
und, natuerlich, der Suche nach dem naechsten offenen WLAN, oder
einem hochspeziellen Hoechstgeschwindigkeitsreifen fuer die Kawasaki.
Kurz entschlossen begleiten alle Andree nach Bozen (28 Grad,
Sonne)zum Kawasaki - Haendler. Der wird nicht gefunden, zu
mindestens nicht nach den Angaben von Walters âGrosser Alpen
Kartensatz 1959 - Jetzt neu: mit allen Teerstrassenâ. Kurze
Beratung, dann sucht Andree allein weiter und wird im Laufe des
Tages in einem dubiosen Hinterhof fuendig. Dort hat man und
montiert auch einen fast passenden Vorderreifen.
Das so geschrumpfte Fahrerfeld nimmt den Tagesplan wieder auf,
und zwar - wie nicht anders zu erwarten - mit mehreren krassen
Missweisungen bzw. korrekten GPS - Weisungen und deren strikter
Nichtbefolgung. Der Verfasser und Henning beschliessen nach der
zweiten Kehrtwende, einfach mal den Weisungen des GPS zu folgen
und erreichen tatsaechlich entspannt und 10 Minuten vor den
anderen das Gasthaus Tomanegger. Dort wird eine leckere
Apfelschorle verzehrt und weiter geht es, den Pass herunter. Am
Ende der Passabfahrt hat Walters K100 technische Probleme:
âKeine Bremswirkung hintenâ¦â. Diese Bemerkung trifft auf
mehrere erstaunte Gesichter: Mopeds haben hinten eine Bremse?
Ein schneller Blick auf das hintere Bremsgeraffel offenbart das
ganze Dilemma. Die Bremsbelaege sind, vorsichtig gesprochen,
nicht mehr ganz frisch. Und Metall auf Metall erzeugt
Metallspaene, aber keine Bremswirkung.
Walter faehrt in Begleitung von Heiner nach Meran, Heiner auch,
um ein dortiges Cafe (âGeheimtip!â) aufzusuchen. Die weiter
geschmolzene Gruppe folgt stur der Tour ins Ultentall. Dort wird
beim Eggwirt eine kleine Jause genommen, und es geht zum Mendelpass.
Dort machen wir das uebliche Erinnerungsfoto an der
Seilbahnstation, dieses Mal wahrscheinlich weltweit einzigartig
als âDoppelselbstausloeserfotoâ.
Am Mendel faellt die Gruppe weiter auseinander, Edu noch eben so
6-8 Paesse zu fahren, Harry nach Bozen WLANen bei Freddy Mercury
(siehe Tourbericht letztes Jahr), der Rest nach Haus.
Der Versuch, heute âbeim Toniâ Pizza zu essen scheitert, da
voll. Also wird wiederholt die Terassenpizzeria angelaufen. Auch
voll, allerdings schafft uns die wirklich pfiffige Bedienung
einen 8-er - Tisch frei. Straeflicherweise haben wir das am
Eingang lauernde Schild âHeute Live - Musikâ ignoriert, so
dass uns die Vorbereitungen (Staub von den Verstaerkern wischen,
Alphorn anblasen, bisschen piepen und brummen) kalt erwischen.
Unsere entsetzte Frage nach dem Beginn der Darbietungen
missversteht die Bedienung, naemlich als ungeduldige Erwartung
und nicht nach der Abklaerung des letzten moeglichen Fluchttermines.
Und kurz vor dem Ende der (sehr guten) Pizza bricht das Inferno
ueber uns herein: Jaulende Orgeln, schrammelnde Gitarren und
stampfende Rhythmen. Dazu so wertvolle Lebensweisheiten wie
âDroben auf die Berg is scheeââ¦
Sie nennen es âVolksmusikâ, wie nennen es eine musikalische
Fatwa gegen den guten Geschmack. Schnelles Zahlen laesst uns die
Freiheit erlangen und endlich einmal rechtzeitig an der Eisdiele
sein. LECKER!
Abends eine entspannte Runde im pensionseigenen Gartenersatz,
lediglich gestoert durch einen irgendo in der Naehe ewig
schiffenden Bergbauern, und erhellt von solchen Perlen der
Gespraechskunst wie: âVenus der Abendsternâ, âWenn die
Berge nicht waeren, koennte man weiter guckenâ, âGrappa muss
unbedingt nachgekauft werdenââ¦
Fruehstueck ist fuer - man hoere und staune - 8.30 festgesetzt,
anschliessend soll (SOLL!) die Sella - Runde folgen, mit
Abstecher nach Misurina zur Wildschweinpizza.
Datum: 18.06.2007 23.13
|
Tag 4 - Montag. An welchem es das erste gute Henning - Frühstück gibt. |
|
Verabredet ist ein Treffen des Verfassers um 7.45 mit Henning,
um im Laden des Ortes all die leckeren Sachen heranzuschaffen,
die zu einem gelungenen FSK Frühstück gehören. Nachdem es am
Vorabend ganz klare Anweisungen bezüglich Art und Güte der
mitzubringenden Ingredienzien gegeben hat (âNutella, nicht
irgendwelche andere Schmiereâ; âCornflakes, aber nur die von
Kellogsâ; âCamel mit Filterâ), wird dieser Zettel zügig
abgearbeitet, der Einkauf wird um notwendige vergessen Dinge
(Zahnpasta, Rasierklingen, Shampoo) ergänzt und gekrönt von
leckeren Brötchen.
Die Zusammenstellung wird als gut befunden und verzehrt.
Dann beginnt jenes in den letzten Jahren vermehrt zu
beobachtende Phänomen: Im letzten Jahr war es die Suche nach
dem WLAN und der obligatorischen Werkstatt für
Inspektion/Reifenwechsel, diesmal ist die Hälfte der Gruppe
damit beschäftigt. Besorgungen machen in solch illustrenen
Orten wie dem örtlichen Handy - Laden, dem Herrgottschnitzer
und, natürlich, der Suche nach dem nächsten offenen WLAN, oder
einem hochspeziellen Höchstgeschwindigkeitsreifen für die Kawasaki.
Kurz entschlossen begleiten alle Andree nach Bozen (28 Grad,
Sonne)zum Kawasaki - Händler. Der wird nicht gefunden, zu
mindestens nicht nach den Angaben von Walters âGroÃer Alpen
Kartensatz 1959 - Jetzt neu: mit allen Teerstrassenâ. Kurze
Beratung, dann sucht Andree allein weiter und wird im Laufe des
Tages in einem dubiosen Hinterhof fündig. Dort hat man und
montiert auch einen passenden Vorderreifen.
Das so geschrumpfte Fahrerfeld nimmt den Tagesplan wieder auf,
und zwar - wie nicht anders zu erwarten - mit mehreren krassen
Missweisungen bzw. korrekten GPS - Weisungen und deren strikter
Nichtbefolgung. Der Verfasser und Henning beschlieÃen nach der
zweiten Wende, einfach mal den Weisungen des GPS zu folgen und
erreichen tatsächlich entspannt und 10 Minuten vor den anderen
das Gasthaus Tomanegger. Dort wird eine leckere Apfelschorle
verzehrt und weiter geht es, den Pass herunter. Am Ende der
Passabfahrt hat Walters K100 technische Probleme: âKeine
Bremswirkung hintenâ¦â.
Ein schneller Blick auf die hintere Bremse offenbart das ganze
Dilemma. Die Bremsbeläge sind, vorsichtig gesprochen, nicht
mehr ganz frisch. Und Metall auf Metall erzeugt Metallspäne,
aber keine Bremswirkung.
Walter fährt in Begleitung von Heiner nach Meran, Heiner auch,
um ein dortiges Cafe (âGeheimtip!â) aufzusuchen. Die weiter
geschmolzene Gruppe folgt stur der Tour ins Ultentall. Dort wird
beim Eggwirt eine kleine Jause genommen, und es geht zum Mendelpass.
Dort machen wir das übliche Erinnerungsfoto an der
Seilbahnstation, dieses Mal wahrscheinlich weltweit einzigartig
als âDoppelselbstauslöserfotoâ.
Am Mendel fällt die Gruppe weiter auseinander, Edu noch eben so
6-8 Pässe zu fahren, Harry nach Bozen WLANen bei Freddy Mercury
(siehe Tourbericht letztes Jahr), der Rest nach Haus.
Datum: 18.06.2007 19.28
|
Tag 3 -An welchem eine neue Zeitrechnung eingefüh rt wird und alle nicht mit den H ufen scharren. |
|
Bei Pferden ist es ein beliebtes Wortbild, wenn sie denn jung
und begierig darauf sind, etwas zu tun: Sie scharren mit den
Hufen. Beim FSK ist das ja nun mitnichten so. Der Tag fängt
schon mal bescheiden an, weil sowohl das gute Weidacherhof -
Frühstück (mit laminiertem Wasser)als auch das gewohnt gute a
la Henning fehlen.
Henning erkennt wohl die Schwere der Schuld, die er auf sich
geladen hat. Oder wie anders ist der aufopferungsvolle Gang
bereits am frühen Sonntagmorgen in den weit entfernten Ort (300
Meter Fussweg, in der FSK Skala für fussläufige Entfernungen:
10 = ok, 20 = geht so, 50 = schon weit, 100 = eigentlich
indiskutabel, 200 = nicht darstellbar) sonst zu erklären?
Immerhin gelingt es ihm, einen Oberkellner zu überzeugen, uns
Frühstück zu machen. Gelockt durch eine SMS trudeln die
restlichen Mitglieder ein, um dann ein weiteres kulinarisches
Highlight zu erleben: Alte, trockene Brötchen mit dem Hauch
einer Nuance an Aufschnitt zu exorbitanten Preisen. Das läÃt
alle mit nicht steigerbarem Verlangen auf das erste Henning -
Frühstück am Montag hoffen.
Beim Frühstück wird der Tagesplan besprochen, der 1.) Tanken
und 2.) die Cembra - Tour enthält. Einfach, übersichtlich,
auch für die etwas schusseligen Mitglieder des FSK zu behalten.
Abfahrt wird wegen der diversen Verzögerungen gegen 10.45
Standardzeit festgelegt.
An der Tankstelle kommt es, wie es kommen muss: Ein Mitglied
(dessen Namen wir hier zur Schonung nicht preisgeben wollen),
fährt an den bereits zum Tanken aufgereihten Mitgliedern vorbei
und beginnt fröhlich die Tour. Der Verlust sowohl der Vorder-
als auch der Hinterleute leitet augenscheinlich keinen
Denkprozess ein, oder zumindestens einen mit einer so hohen
Verzögerung, dass das angesprochene Mitglied dann von der
angefangenen Tour zurückkommt, als alle anderen mit Tanken
fertig und unter vollem Leder abfahrbereit sind. Besondere
Hochachtung verdienen die von keinerlei schamhafter Gestik
begleiteten Handzeichen, die andeuten, man wolle jetzt doch
bitte auch noch eben Tanken. Eine Mimik ist nicht erkennbar, da
unter dem Helm wegen der am Vorabend genossenen Alkoholika eine
dunkle Sonnenbrille getragen wird.
Es gibt also ab sofort zwei Zeitrechnungen: Die normale und die
âHarry - Zeitâ.
Der erste Versuch, ein paar dynamische Kurvenfotos herzustellen
scheitert leider an Ortswahl und Unvermögen des Fotografen, das
soll morgen wiederholt werden.
Im weiteren Verlauf wird wieder Pause bei den Erdpyramiden
gemacht, die, weil Sonntag, wieder mal sehr voll sind.
Der zweite Teil der Cembra - Tour führt über hervorragend
ausgebaute Strassen, die vereinzelt Mitglieder Verständnis
äuÃern läÃt für die Menge und die Wege der geflossenen EU - Gelder.
Mittlerweile ist die FSK - Gruppe zerfallen in den
obligatorischen âEuch-brenn-ich-herâ - Teil und die
âGuck-mal-ein-bergiger-Bergâ - Fraktion. Beide Gruppenteile
treffen mit minimalem Zeitunterschied im Hauptquartier ein
(wobei der gefühlte Zeitunterschied von der
âEuch-brenn-ich-herâ - Frakion mit âlocker zwei
Stundenâ, von der âGuck-mal-ein-bergiger-Bergâ - Fraktion
hingegen mit ânicht einmal zwei Minutenâ beziffert wird).
Nach dem Pizzaessen wird das Projekt âPokern lernenâ
angestossen. Dabei gilt wieder der gute alte Sinnspruch:
âStille Wasser sind tiefâ, denn Walter entpuppt sich als
genauer Kenner von Blinds und Flops. Ob nach dieser Entwicklung
alle Mitglieder noch mit Ihrer eigenen Habe nach Haus
zurückkehren, ist zumindest fraglichâ¦
--Â
Kunckel EDV Systeme GmbHÂ - Plantage 13 (Shed 5) -Â 28215 BremenÂ
Tel: 0421-49145-0Â -Â Fax: 0421 / 49 145-49 - www.kedv.de
Persönlich haftende Gesellschafterin: Kunckel EDV Systeme GmbH
Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Wolfgang Kunckel
Registergericht: Amtsgericht Bremen Registernummer: HRB 13733
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäà § 27 a: DE 114420037
--
Privat: 0700-95862535 - 0700-wkunckel - Skype: wolfgangkunckel
Datum: 18.06.2007 10.01
|
Tag 2 - Samstag. An welchem das Dolomitendomizil angefahren und bezogen wird. |
|
Der erste Tag endete dann doch mit etwas groÃzügig verzehrten
alkoholischen Getränken, so dass die Tourvorbereitungen am
Samstag morgen etwas schleppend ausfallen.
Zumindestens ist die Schlechtwetterfront weiter gezogen, und die
Sonne scheint von einem blauen Allgäuer Himmel. Die Mopeds
werden ausgeladen, diesmal sind keine Transport - Schäden festzustellen.
Das Gepäck wird wie gewohnt verteilt, wobei das nicht ganz so
komfortabel von statten geht wie letztes Jahr: Zwei der
Mitglieder haben sich neue Motorräder angeschafft, mit
insgesamt weniger Stauraum. Das jährliche FSK -
Dolomitentreffen dient immer mehr auch dem Feintuning der
Konvergenz zwischen den Ansprüchen des Fahrers,
Leistungsfähigkeit der Machinen und - minimal - dem Fahrkönnen
der Fahrer.
So kommt es also, dass Heiner statt der Daytona 675 eine Speed
Tripple 1150 ausführt, und der Verfasser statt der 1150 GS
Wanderdühne das BMW Dickschiff K1200RS. Jüngere und weniger
senile Mitglieder werden sich erinnern: Dieses Modell,
allerdings in rot, gab es 1997 bereits einmal im Besitz des FSK.
Und, in guter FSK - Tradition, wird auch diesmal souverän jede
mühevoll erarbeitete GPS Tourplanung ignoriert (âDer zeigt
nach links, wir fahren mal rechtsâ¦â).
Ergebnis ist, dass wir uns nach nur 20 Kilometern komplett
verfahren haben und statt auf lauschigen NebensträÃchen durch
das Allgäu auf der B19 hinter LKWs hängen. Selbst, als der
Verfasser die richtige Route in greifbarer Nähe erkennt und
forsch und unautorisiert darauf zusteuert, wird das von Teilen
der Gruppe ignoriert.
Immerhin treffen alle dann wieder so rechtzeit zusammen, dass
die Oberjochstrasse gemeinsam genommen werden kann. Die
Durchfahrt durch Ãsterreich zieht diesmal KEIN Strafmandat nach
sich, an und für sich schon eine Leistung. Lediglich einmal ist
etwas Wartezeit, eine der Passabfahrten ist wegen eines Unfalles gesperrt.
Edu setzt sich hier ab, er will tanken und dann zu uns stossen,
er würde uns ja locker wieder einholen. Die restliche Truppe
fährt also langsam weiter Richtung Hahntennjoch, wer nicht
kommt ist Edu. Nach der Abfahrt vom Hahntennjoch in Imst fehlt
dann auch noch Walter, so dass ein Zwischentreff in Ãtz
vereinbart wird. Dort organisiert Henning ein Treffen mit seinen
Winterwirtsleuten in Zwieselstein beim Brückenwirt. Dieser neue
Treffpunkt wird auf allen Wegen der modernen Kommunikation den
beiden Abgängern übermittelt, und all anderen fahren das
wartende Mittagessen an.
Dort treffen dann beinahe gleichzeitig sowohl (a) Edu und Walter
und (b) Hennings Winterwirte auf zwei Honda Goldwing ein. Zwei
unfassbare Geräte, mit allem ein- und angebaut, was technisch
möglich ist. Trotz diese wuchtigen Erscheinung rauschen die
Geräte erstaunlich behände um die Kehren.
Das Timmelsjoch wird genommen, und in Sankt Leonardt trennen
sich die Wege der Gruppe und der Wirte, die Ihre Goldwings zur
Inspektion nach Insbruck bringen wollen.
Der FSK zieht unbehelligt seinen Weg weiter über den Jaufenpass
und das Penserjoch sowie durch das Sarntal, welches, nebenbei
bemerkt, immer wieder schön zu fahren ist: Gut einsehbare,
langgezogene Kurven..
Zwischendurch regnet es ab und an etwas, auf den Pässen ist
es recht kühl, und gegen 19.00 wird die Pension Edelweiss
erreicht. âFamilie Lierseâ macht die Unterkünfte und die
Garage klar, bei der anschlieÃenden Zimmerverteilung findet
Harry die angedachte, alle Schnarch-, Lärm-, und
Rauchererwägungen perfekt berücksichtigende Aufteilung
âirgendwie nicht so gutâ und nörgelt so lange rum, bis
Henning kurz entschlossen sein Zimmer zum Tausch anbietet.
Nachdem soweit alle aufgebrachten Gemüter beruhigt sind, wird
eine Pizzeria angesteuert. Hier hat der für diese Tour
beschlossene â155 Punkte FSK Pizza Testâ Premiere. Zu jeder
Mahlzeit dürfen zwei Mitglieder jeweils Ihre Pizza benoten.
Ziel ist es selbstverständlich, das erste umfassende
Nachschlagewerk aller in den Dolomiten relevanten Pizzerien,
unter besonderer Berücksichtigung ihrer Eignung für
Motorradfahrer, herauszubringen und im entscheidenden Moment an
einen groÃen Verlag zu verkaufen, um dann reich und berühmt zu
werden und die freie Zeit mit Mopedfahren und Pizzaessen zu verbringen.
Was schon vorweg festgestellt werden kann, ist: die Musik nervt.
Nun ist uns schon bewuÃt, dass wir im Heimatort der
Kastelruther Spatzen logieren, das muss aber doch nicht heiÃen,
nur und ausschlieÃlich diese âHerz, Schmerz, Auaâ Musik zu
spielen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, läÃt die
am Nebentisch mitbelauschte Bemerkung âJo, jetzt sogst amal:
Gehts glei a no zm Spotzenfest?â alle Dämme brechen. Heiner
und Harry gehen, unter dem fadenscheinigen Vorwand,
âGastronomiestudienâ zu treiben mit Edu und Walter im
Gefolge auf eben dieses Fest.
Im Rest der Gruppe herrscht kopfschüttelndes Unverständnisâ¦
Datum: 17.06.2007 23.02
|
| |
| Seite:
[1]
2
|
|